Iran-Krieg 14. Sep 2026

Informationen aus China sollen tödliche Attacken Irans ermöglicht haben

Die Nationalflaggen Chinas und Irans wehen 2023 auf dem Tiananmen-Platz in China.  

Explosiver Bericht des «Wall Street Journal» über Angriff auf US-Basis in Jordanien.

Wie das «Wall Street Journal» angeblich aus amerikanischen Regierungskreisen erfahren hat, konnte Iran vor den Raketen-Angriffen auf den US-Luftwaffenstützpunkts Muwaffaq Salti im Nordosten Jordaniens im Juli hochauflösende Satellitenbilder der Basis aus China erwerben. Bei den Angriffen am 17. Juli wurden drei amerikanische Militärs im Wohnbereich der Basis getötet. Die Informationen gelten als bislang deutlichster Beleg dafür, dass die Islamische Republik direkt aus China unterstützt wird. Dies bringt vor dem für den 24. September geplanten Gipfeltreffen zwischen Trump und Staatschef Xi Jinping neue Spannungen in die chinesisch-amerikanischen Beziehungen. 

Allerdings werfen die Quellen des Journal Beijing keine direkte Beteiligung an den Angriffen vor und anscheinend kam das Bild-Material nicht direkt von staatlichen Stellen. Dass die Übergabe derart sensibler Informationen ohne Wissen der Regierung stattfand, ist jedoch kaum denkbar. Spannend ist zudem die Frage nach dem Ausmass eines solchen Informations-Transfers – und ob davon etwa auch Huthis bei ihrer Offensive am Roten Meer im Jemen teilhaben. 

Anscheinend haben hochrangige US-Vertreter ihre chinesischen Amtskollegen auf das Bildmaterial angesprochen; diese wiesen die Vorwürfe zurück und forderten Beweise, so die US-Vertreter. Die chinesische Botschaft in Washington wies die Behauptungen dem Journal gegenüber zurück: «namentlich nicht genannte Kritiker würden `böswillig Verbindungen herstellen und andere Länder verleumden´». Zudem würde China mit dem Iran auf Grundlage des internationalem Rechts zusammenarbeiten.

Der Angriff vom 17. Juli war einer von drei separaten Raketenschlägen gegen den Stützpunkt innerhalb von 24 Stunden und stellte eine deutliche Eskalation des Krieges dar. Deutlich wurden die Probleme, US-Streitkräfte selbst auf einem stark gesicherten Stützpunkt vor anscheinend zunehmend effektiven Angriffen Teherans zu schützen. Angeblich hatte Washington zuvor Beijing monatelang vor Transfers von Satellitenbildern chinesischer Unternehmen an Teheran gewarnt.

Drei Tage nach dem Angriff im Juli hatte der Iran hochauflösende Bilder der Schäden publiziert. Trump besteht seinem Team gegenüber jedoch weiterhin darauf, dass die Aufrechterhaltung guter Beziehungen zu China – und insbesondere zu Xi – Priorität für ihn hat und die Pläne für den Gipfel keineswegs gefährden werden sollten (Link). Als Zeichen von Stärke dürfte dies kaum wahrgenommen werden.

Andreas Mink