London 01. Aug 2026

Israel statt Jesus

Popstar Boy George stösst auf Kritik nach einem pro-israelischen Song. 

Boy George zieht sich nach Israel-Kontroverse aus «Jesus Christ Superstar» zurück.  

Der britische Popstar Boy George wird doch nicht als König Herodes in der Londoner West-End-Produktion von «Jesus Christ Superstar» auftreten. Sein Manager zog ihn wenige Tage vor der Premiere aus der Produktion zurück, nachdem Boy George mit seinem neuen pro-israelischen Song «We Will Dance Again» heftige Kritik ausgelöst hatte. 
Das Lied nimmt Bezug auf das Hamas-Massaker beim Nova-Musikfestival vom 7. Oktober 2023 und weist den Vorwurf eines «Genozids» gegen Israel zurück. In den Textzeilen heisst es unter anderem: «You say genocide, I say war» («Ihr sagt Völkermord, ich sage Krieg»). Zudem kritisiert Boy George Musiker, die sich öffentlich auf die Seite der Palästinenser gestellt haben. Der Song, der mit KI-Unterstützung produziert wurde, löste in den sozialen Medien und unter Künstlerkollegen eine Welle der Empörung aus. 
Boy Georges Manager Paul Kemsley erklärte, der Rückzug solle verhindern, dass die Kontroverse die Musicalproduktion überschattet. Boy George selbst betonte anschliessend, sein Lied sei als Aufruf zum Frieden gedacht gewesen. Er empfinde Mitgefühl für unschuldige Opfer auf beiden Seiten und weise den Vorwurf zurück, das Leid der Palästinenser zu ignorieren. 
Die Rolle des König Herodes übernimmt nun Schauspieler Richard Armitage für die ursprünglich geplanten Vorstellungen von Boy George. 

Redaktion