«Hack-and-Leak» Strategie zielt auf Einfluss statt Spionage.
Iranische Cyberakteure haben laut einer Recherche eine der wichtigsten sicherheitspolitischen Denkfabriken Israels infiltriert und interne Daten entwendet. Die Operation folgt einem Muster gezielter „Hack-and-Leak“-Angriffe, die weniger der klassischen Aufklärung als der politischen Einflussnahme dienen.
Im Schatten des militärischen Konflikts zwischen Israel und Iran weitet sich der Krieg zunehmend in den digitalen Raum aus. Wie eine aktuelle Analyse zeigt, gelang es iranischen Hackern, in die Systeme eines führenden israelischen Sicherheits-Thinktanks einzudringen und sensibles Material zu stehlen.
Die Angreifer nutzten dabei eine Strategie, die in den vergangenen Monaten mehrfach zu beobachten war: sogenannte „Hack-and-Leak“-Operationen. Dabei werden erbeutete Daten nicht primär für geheimdienstliche Zwecke verwendet, sondern gezielt veröffentlicht, um politischen Druck zu erzeugen, Institutionen zu diskreditieren und gesellschaftliche Spannungen zu verstärken.
Diese Form der hybriden Kriegsführung gilt als Teil eines breiter angelegten iranischen Cyberarsenals. Experten verweisen darauf, dass Teheran zunehmend auf Netzwerke von staatlich unterstützten Hackergruppen und „Hacktivisten“ setzt, die Angriffe durchführen und gleichzeitig eine gewisse Abstreitbarkeit ermöglichen.
Die Attacke fügt sich in eine Serie wachsender Cyberangriffe im Kontext des aktuellen Konflikts ein. Seit Beginn der militärischen Eskalation haben iranisch verbundene Gruppen wiederholt israelische Behörden, Unternehmen und Einzelpersonen ins Visier genommen – häufig mit dem Ziel, Daten öffentlich zu machen und so Vertrauen in staatliche Strukturen zu untergraben.