ISRAEL-LIBANON 25. Jan 2023

Hizbollah baut über 20 Beobachtungsposten entlang der Grenze

Uno-Resolution verbietet der Gruppe Operationen in dieser Region.

Die von Iran unterstützte Terrorgruppe der Hizbollah hat alleine letztes Jahr über 20 Beobachtungs- und Wachposten entlang der israelisch-libanesischen Grenze gebaut. Gemäss Uno-Resolution 1701, die 2006 den zweiten Libanonkrieg zwischen Israel und der Hizbollah beendete, darf die Terrorgruppe nicht in der Grenznähe operieren. Die Hizbollah lancierte das Projekt parallel zum israelischen Bau eines verstärkten Perimeter-Zaunes entlang der 140 Kilometer langen gemeinsamen Grenze. Bereits im letzten Juni hatten israelische Medien gemeldet, dass die Hizbollah 15 Aussenposten an der israelischen Grenze errichtet hatte. Jeder dieser Posten enthält eine Ausguckposition oder einen Turm, sowie zwei oder drei Hauseinheiten und einen Aufbewahrungsraum. Damals erklärte ein israelischer Militärsprecher, dass das Problem darin liege, dass, sobald die Hizbollah einen solchen Posten errichtet die libanesische Armee und die Unifil-Truppen der Uno nicht mehr in der Region erscheinen. Im gleichen Monat hatte die libanesische Terrorgruppe laut IDF einen Aussenposten zur Gewinnung von Geheimdienstinformationen errichtet. Die Konstruktion wurde als Umweltschutzeinrichtung kaschiert. Bereits einen Monat später hatte der israelische Uno-Botschafter Gilad Erdan von der Uno gefordert, Aktionen zu ergreifen gegen die von der Hizbollah entlang der Grenze gebauten militärische Posten. Bei der Forderung ist es inzwischen geblieben. 

Jacques Ungar