Holocaust-Forschung 20. Jan 2026

«Geschichten und Geheimnisse» am Center for Jewish History

Das Center for Jewish History in New York.

Neue Initiative mit Unterstützung der Claims Conference.   

Vergangene Woche hat das Ackman & Ziff Family Genealogy Institute am Center for Jewish History (CJH) in Manhattan die Initiative «Histories and Mysteries» lanciert. Von der Conference on Jewish Material Claims Against Germany (Claims Conference, JCC) mit rund 300'000 Dollar unterstützt, will das Projekt Familiengeheimnisse aus der Zeit des Holocausts aufklären und die Ergebnisse über soziale Medien verbreiten. 

Hinterbliebene von Nazi-Opfern können auf der Website des Projektes (Link) Anfragen einreichen. Fachleute am CJH nehmen daraufhin Recherchen in Archiven weltweit auf, darunter dem Arolsen-Archiv, der grössten Einrichtung mit Dokumenten und Informationen über Opfer und Überlebende der NS-Verfolgung. Weiters arbeitet das CJH mit Experten etwa an der Gedenkstätte Buchenwald in Deutschland oder im Archives de Vienne in Frankreich zusammen.

Laut EJewishphilantropy will das CJH zudem Fragen auf Social Media stellen, um so weitere sachdienliche Informationen bei Familien oder Individuen aufzuspüren. Dies hat bereits zu hilfreichen Ergebnissen etwa bei der Suche einer Frau zu der Zuckerfabrik ihres Urgrossvaters in Polen geführt, die von den Nazis übernommen wurde. Sie sucht auch nach Informationen zu Fabrikarbeitern, die ihr Leben riskierten, um ihre Familie zu verstecken.

«Histories and Mysteries» wird zunächst bis zum 31. Juli finanziert (Link).
 

Andreas Mink