Im Krieg zwischen Israel und der Hizbollah sind im Libanon nach Behördenangaben bisher mehr als 3000 Menschen getötet worden.
Das Gesundheitsministerium in Beirut meldete, dass seit Ausbruch der jüngsten Eskalation Anfang März 3020 Menschen getötet und 9273 weitere Personen verletzt wurden. Das Ministerium unterscheidet bei seiner Zählung nicht zwischen Zivilisten und Mitgliedern der proiranischen Hizbollah-Miliz.
Im Zuge des Iran-Kriegs kam es auch zwischen Israel und Hizbollah im Libanon erneut zum offenen Krieg. Mitte April wurde erstmals eine Waffenruhe geschlossen. Die gegenseitigen Angriffe wurden jedoch von beiden Seiten fortgesetzt. Auch eine am Freitag verkündete Verlängerung der Waffenruhe konnte die Angriffe bisher nicht einstellen.
Auch heute kam es erneut zu gegenseitigen Angriffen. Das israelische Militär tötete dabei nach eigenen Angaben einen Kommandeur der militanten palästinensischen Organisation Islamischer Dschihad in der Bekaa-Eben im Osten des Libanons. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete darüber hinaus, mehrere israelische Angriffe auch im Südlibanon. Dort sind auch weiterhin israelische Truppen stationiert. Die Hizbollah reklamierte mehrere Angriffe auf israelische Stellungen im Südlibanon für sich.
Libanons Präsident Joseph Aoun bekräftige NNA zufolge unterdessen, sich weiterhin für ein Ende des Krieges einzusetzen. Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei. Es sei seine Pflicht, "das Unmögliche" zu tun, um den Krieg zu beenden, erklärte Aoun.