USA – Nahost 04. Feb 2026

Deportierte aus USA im Iran angekommen

Bestätigung von Meldungen in amerikanischen Medien.  

Während ein amerikanischer Flottenverband um den Flugzeugträger «Abraham Lincoln» im Indischen Ozean in Reichweite der Islamischen Republik eingetroffen ist und die Trump-Abgesandten Jared Kushner und Steve Witkoff mit iranischen Spitzendiplomaten zusammen treffen sollen, hat das Klerikal-Regime erneut der Aufnahme deportierter Staatsbürger aus den USA zugestimmt. Dies bestätigt ein Bericht des Regionalmediums «Amwaj». Unklar sei, ob Teheran damit eine « Botschaft des guten Willens» an Trump senden wolle. Denn gleichzeitig stellten regierungsnahe Medien die Rückführung als Beweis für die amerikanische Misshandlung von Iranern dar.

Sicher scheint, dass die USA am 27. Januar 14 iranische Staatsangehörige mit einem Charterflug nach Teheran abgeschoben haben. Darunter waren drei Männer, die US-Behörden als ehemalige Mitglieder der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) identifiziert hatten. Zwei zur Abschiebung vorgesehene Homosexuelle, deren Schicksal Proteste von Menschenrechtlern ausgelöst hatten, wurden jedoch aufgrund einer Masernquarantäne und rechtlicher Verzögerungen nicht ausgeflogen.

Die mit den IRGC verbundene Nachrichtenagentur Fars hat berichtet, viele Abgeschobene seien unter «schwierigen und unhygienischen» Haftbedingungen in den USA festgehalten und von iranischen Behörden bei der Ankunft mit Kleidung und anderen Mitteln versorgt worden. Auch die ebenfalls mit den Revolutionsgarden verbundene Nachrichtenagentur Tasnim hat Interviews mit Deportierten publiziert, die am Flughafen von Teheran ihre Behandlung in US-Haft und ihre «geplatzten amerikanischen Träume» kritisiert hätten.

Washington hat seit September mindestens drei Abschiebeflüge mit geschätzt 175 iranischen Staatsangehörigen organisiert. Weitere Abschiebeflüge bleiben dem Bericht zufolge möglich (Link).

Andreas Mink