USA – Politik 12. Aug 2026

Das Weisse Haus steht angeblich hinter Max Miller

Max Miller

Neue Details zur Weigerung des Republikaners aus Ohio, trotz schwerer Misshandlungs-Vorwürfe an seinem Kongress-Mandat festzuhalten.  

Wie exklusiv von «Politico» berichtet, haben Mitarbeiter Trumps vergangene Woche Republikaner in Ohio davon abgehalten, keine öffentliche Kampagne gegen ihren Parteikollegen Max Miller zu führen. Miller war vor seinem Einzug in den US-Kongress für einen Wahlkreis in Cleveland 2023 im Weissen Haus für Trump tätig gewesen. Dabei wächst in der Partei angeblich die Überzeugung, dass die schweren Misshandlungsvorwürfe seiner geschiedenen Frau Emily Moreno und ihres Schwiegervaters, US-Senator Bernie Moreno, die Chancen Millers auf eine Wiederwahl zumindst stark gefährden.

Senator Moreno und eine Handvoll anderer Republikaner im US-Senat haben Miller gleichwohl zur Aufgabe seines Mandats aufgefordert. Der 37-Jährige streitet schwerwiegende Vorwürfe häuslicher Gewalt vehement ab und hat die für einen geordneten Rücktritt am Wochenende abgelaufene Frist verstreichen lassen. Der Bericht erklärt dies mit Interventionen aus dem Weissen Haus zugunsten Millers. Dieser habe sich davon in seiner Haltung bestätigt gefühlt. 

Dabei sollen Republikaner in Ohio zunächst eine Sitzung über die Affäre und ein Votum zum Austausch Millers durch einen anderen Kandidaten erwogen haben. Doch sie sollen davon aufgrund einer Warnung aus dem Weissen Haus abgesehen haben: Miller werde nicht zurücktreten.

Emily Moreno hat ihrem 2024 von ihr geschiedenen ex-Gatten unter anderem vor Gericht vorgeworfen, ihr eine Feuerwaffe an den Kopf gehalten, sie mit kochendem Wasser verbrüht und das Schlüsselbein ihrer gemeinsamen Tochter gebrochen zu haben. Viele dieser Anschuldigungen waren in behördlichen Unterlagen im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs enthalten. 

Gleichzeitig haben die Demokraten in Washington beschlossen, Millers Herausforderer Brian Poindexter massiv zu unterstützen. Poindexter ist gewerkschaftlich organisierter Eisenbauer und holt in Umfragen ohnehin aufgrund der negativen Stimmung gegen Trump und seine Partei wegen der hohen Lebenshaltungskosten und dem Krieg gegen Iran zu Miller auf. 

Dieser hat sich in den letzten Wochen wiederholt direkt mit Trump verglichen: wie der von ihm hoch verehrte Präsident sei er Ziel einer politisch motivierten Hexenjagd und werde diesem Druck ebenfalls nicht weichen (Link).

Andreas Mink