HIZBOLLAH IN LONDON 11. Jun 2019

Britischer Geheimdienst, Mossad und Polizei kooperieren

Drei Tonnen Sprengstoff sichergestellt

Der britische Geheimdienst M15 und die städtische Polizei entdeckten schon 2015 bei der Durchsuchung von vier Liegenschaften im Nordwesten von London drei Tonnen Sprengstoff auf der Basis von Ammonium-Nitrat. Das berichtete der «Daily Telegraph» am Sonntag. Der Geheimdienst hatte bei seiner Aktion auch einen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, Terrorakte geplant zu haben. Laut dem Zeitungsbericht wurden weitere Personen verhaftet, die alle im Zusammenhang mit der libanesisch-schiitischen Terrororganisation Hizbollah gestanden haben sollen. Der «Telegraph» bemerkte ferner, dass die Menge des sichergestellten Ammonium-Nitrats – es wird oft für die Herstellung von selbst gebastelten Bomben benutzt – grösser war, als die in Oklahoma City benutzte Menge. Damals kamen 168 Menschen ums Leben. Gemäss dem Bericht hatte ein ausländischer Geheimdienst, wahrscheinlich der israelische Mossad, Grossbritannien vor den Aktivitäten der Gruppe gewarnt. Eine dem Geheimdienst nahestehende Quelle erklärte gegenüber der Zeitung, das MI5 habe «unabhängig und eng» mit internationalen Partnern gearbeitet, um die Gefahr bösartiger Absichten Irans und seiner Alliierten in Grossbritannien zu unterbinden. 

Jacques Ungar