Zürich 04. Feb 2026

Breite politische Verurteilung nach antisemitischem Angriff

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei vor der Synagoge Löwenstrasse der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich.

Nach einem antisemitisch motivierten Gewaltübergriff in Zürich haben sämtliche Fraktionen des Zürcher Gemeinderats eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht.   

Anlass ist ein Angriff auf einen 26-jährigen orthodoxen Juden, der am Montagabend im Kreis 3 unvermittelt mit Faustschlägen attackiert wurde. Mehrere Passanten griffen ein, überwältigten den Täter und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der Angreifer, ein 40-jähriger Kosovare, wurde vor Ort festgenommen; gemäss Polizei äusserte er sich während und nach der Tat wiederholt antisemitisch. Das Opfer erlitt Schürfwunden und stand unter Schock. «Für Antisemitismus und insbesondere für antisemitische Gewalt darf es in Zürich niemals Platz geben», heisst es in der von SP, FDP, Grünen, GLP, SVP, Die Mitte/EVP und AL unterzeichneten Erklärung. Die Fraktionen verurteilen den Angriff «in aller Schärfe», zeigen sich solidarisch mit dem Opfer und der jüdischen Gemeinschaft und danken den Helfenden für ihre Zivilcourage. Zugleich fordern sie die politischen Behörden auf, alles zu unternehmen, um jüdisches Leben in Zürich wirksam vor Gewalt zu schützen. Der Vorfall reiht sich in eine Serie antisemitischer Übergriffe ein, die in der Schweiz zuletzt zugenommen haben.

Redaktion