Zum Auftakt des World Economic Forum (WEF) in Davos ist es am Montagabend in Zürich zu Ausschreitungen anlässlich einer Anti-Trump-Demonstration gekommen.
Mehr als 2000 Personen protestierten unter dem Motto «Trump still not welcome!» gegen den Auftritt von US-Präsident Donald Trump sowie gegen das WEF, das von den Organisatoren als «Oligarchentreffen» kritisiert wurde. Der bewilligte Demonstrationszug startete kurz vor 19 Uhr bei der Stadthausanlage und führte bis zum Helvetiaplatz. Entlang der Route zündeten Teilnehmende laut Polizei wiederholt Böller, Rauchpetarden und anderes Feuerwerk. Zudem kam es zu Sprayereien, Farbbeutelwürfen gegen Fassaden sowie zu eingeschlagenen Schaufensterscheiben, unter anderem an der Ecke Bahnhofstrasse und Uraniastrasse. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar. Nach dem offiziellen Ende der Kundgebung formierte sich im Bereich Militär- und Kasernenstrasse eine unbewilligte Nachdemonstration, an der sich auch Angehörige des sogenannten schwarzen Blocks beteiligten. Eine zunächst tolerierte Blockade wurde kurz danach mit einem Wasserwerfer aufgelöst. In der Folge wurden Einsatzkräfte mit Steinen und Feuerwerk beworfen, die Polizei setzte Reizstoff und Gummischrot ein. Weitere Sachbeschädigungen betrafen eine Tramhaltestelle, zudem wurden Barrikaden errichtet und mehrere Abfallcontainer in Brand gesetzt. Die Berufsfeuerwehr von Zürich löschte die Brände. Die Demonstration löste sich schliesslich auf. Zwei Polizisten wurden von Steinen getroffen, blieben aber unverletzt. Verletzte Demonstrierende wurden der Polizei zunächst nicht gemeldet. Zur Kundgebung aufgerufen hatte die linke «Bewegung für den Sozialismus», die regelmässig zu propalästinensischen Demonstrationen mobilisiert.