ISRAEL-HAMAS 22. Nov 2021

Ausgedehnte Infrastruktur der Terrororganisation Hamas in der Westbank aufgespürt

Aufnahme der Verhaftungen in der Westbank. 

Über 50 Hamas-Angehörige verhaftet; viel Material sichergestellt.  

Den israelischen Sicherheitskräften, allen voran der Armee, Polizei, dem Inland-Geheimdienst Shabak und dem Mossad, gelang in den letzten Wochen ein äusserst umfangreicher Schlag gegen die vom Ausland aus gelenkte Infrastruktur der Terrororganisation Hamas in Judäa und Samaria (Westbank). Abgesehen davon, dass über 50 Angehörige der Organisation festgenommen werden konnten, wurden auch Materialien sichergestellt, die für die Herstellung und das Betreiben von mindestens drei Eplosivgürtel gereicht hätten. Die Festgenommenen hatten die Durchführung einer Reihe von teils umfangreicher Gewaltakten geplant, die unter anderem in der Westbank, aber auch in Jerusalem hätten ausgeführt werden sollen. Die Inhaftierten waren vor allem damit beschäftigt, die Terror-Infrastruktur zu organisieren. Die israelischen Sicherheitsorgane stellten bei ihren geheimgehaltenen Aktivitäten viel Geld, Munition, Waffen und Ausrüstung sicher, die in erster Linie der Herstellung improvisierter Explosivkörper gedient hatten. Diese Körper konnten grösstenteils ebenfalls beschlagnahmt werden. Die Aktivität wurde geleitet vom hochrangigen Hamas-Aktivisten Saleh Arouri, dem Hamas-Vize-Vorsitzenden und Leiter des «Westbank-Distrikts» von dessen Organisation. Dieser sitzt im Ausland und arbeitet daran, die Hamas-Aktivitäten in der Westbank und in Jerusalem zu fördern. Die teils blutigen Anschlöge der letzten Tage in Jerusalem und Yafo  waren vielleicht die ersten Anzeichen für die Realisierung der geplanten Gewalttaten. Die Terror-Infrastruktur rekrutierte Militante in verschiedenen Gegenden der Westbank, einschliesslich Ramallah, Jenin und Hebron. Um geplante Attacken voranzutreiben, trafen sich Angehörige der Hamas-Zellen im Ausland, wo sie Anweisungen für das Durchführen von Attacken erhielten. Für eine erfolgreiche Entführung von Israeli wurde den Hamas-Aktivisten umgerechnet rund eine Million Dollar offeriert. In der Folge wurde den leitenden Köpfen der Hamas-Infrastruktur in Judäa und Samaria hundertrausende von Shekel zur Förderung dieser Operationen transferiert. Mit diesen Geldern konnten auch Waffen gekauft und Sprengsätze vorbereitet werden, die alle während der Operation des Shabaks gefunden werden konnten.
Hamas-Aktivisten aus dem Ausland und aus dem Gazastreifen fahren fort mit ihren unermüdlichen Bemühungen, Einwohner von Judäa und Samaria für Terror-Aktivitäten zu gewinnen. Dazu gehört auch ein unaufhörlicher Geldfluss für die verschiedensten terroristischen Tätigkeiten. Diese Betätigung wurde unlängst durch die Aufdeckung der Terror-Infrastruktur in den Gegend von Hebron vereitelt und gestoppt. Ein hochrangiger Shabak-Offizieller meinte zu diesen Vorgängen: «Hierbei handelt es sich um ausgedehnte, bedeutsame Präventivmassnahmen zur Vereitelung einer gefährlichen Terror-Infrastruktur, die bereits eine Reihe von terroristischen Attacken vorbereitet hatte. Der Zweck der ausgedehnten und intensivierten terroristischen Aktivität von Hamas-Aktivisten im Ausland und in Gaza durch Aktivisten in Judäa und Samaria (Westbank)  ist die Untergrabung der Stabilität in der Region, wobei gleichzeitig ein hoher Preis von der Lokalbevölkerung abgefordert wird». Zusammen mit den IDF und der israelischen Polizei wird der Shabak nach eigenen Angaben fortfahren, resolute Aktionen gegen die Rekrutierungspläne der Hamas zu unternehmen, ebenso wie gegen die Bemühungen der Organisation, sich in der Westbank zu stärken. Die Absicht ist, alle in diesen Bemühungen involvierten Personen zu erreichen und zum Vorneherein zu vereiteln.

Jacques Ungar