Griechenland und Israel wollen ihre Sicherheits- und Verteidigungspolitische Zusammenarbeit weiter vertiefen. Dies teilten die Verteidigungsminister beider Länder, Nikos Dendias und Israel Katz, nach Gesprächen in Athen mit.
Man habe vereinbart, technisches Wissen auszutauschen, um «Schwärme unbemannter Fahrzeuge (Drohnen) sowie unbemannter Unterwasserfahrzeuge bekämpfen zu können», sagte Dendias. Zudem solle die Zusammenarbeit bei der Abwehr von Bedrohungen im Cyberraum ausgebaut werden. Sein Amtskollege Katz warnte vor Versuchen, in der Region neue Imperien zu errichten - solche Vorhaben seien zum Scheitern verurteilt.
Die Intensivierung der Zusammenarbeit erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen im östlichen Mittelmeer, vorwiegend mit der Türkei. Griechenland sieht sich dort immer wieder mit territorialen Streitfragen und militärischen Aktivitäten seines östlichen Nato-Partners konfrontiert.
Nach Informationen aus Regierungskreisen hat Athen zudem die Beschaffung moderner Luft- und Raketenabwehrsysteme in die Wege geleitet, die sich an der israelischen «Iron Dome»-Technologie orientieren. Die Systeme sollen die griechische Luftverteidigung modernisieren und veraltete oder nicht mehr funktionierende solche Systeme russischer Herkunft ersetzen.