Hinweise auf amerikanische Konzessionen an Teheran; US-Ölvorräte auf historisch niedrigem Niveau.
Laut dem Energie-Ministerium in Washington und US-Medien sind die Rohölvorräte der USA auf 308 Millionen Barrel (50 Milliarden Liter) und damit den niedrigsten Stand seit 45 Jahren gesunken. Die verbleibenden Reserven können den Verbrauch im Lande bei Notfällen nur noch für 43 Tage decken. Die «Strategische Petroleum-Reserve» betrug in Friedenszeiten bis zu 600 Millionen Fass für 65 Tage. Nach erheblichen Zugriffen unter Biden zu Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine vor vier Jahren hatte die Trump-Regierung seit Beginn der gemeinsamen Militär-Operationen mit Israel gegen Iran in grossem Umfang Bestände abgebaut. Diese werden meist in Salzkavernen in Texas und Louisiana verwahrt und sind aus geologischen und technischen Gründen nicht vollständig ausschöpfbar.
Die neuerliche Kompromissbreitschaft Trumps gegenüber Iran wird durch diese Daten verständlicher (Link). Daneben waren seit Tagen Informationen über infolge des Krieg stark abgebaute Arsenale von Offensiv- und Defensivraketen bekannt geworden.
Ein Anzeichen für praktische Schritte Washingtons zu einer neuen Waffenpause könnten Meldungen sein, wonach das US-Finanzministerium gestern Mittwoch drei Sanktionen gegen Iran von der Website der Behörde genommen hat. Nähere Informationen dazu liegen anhin jedoch nicht vor (Link).
Momentan erscheint Trump insgesamt als Zuschauer von Gesprächen zwischen Oman und Iran über langfristige Regeln und Kontrollen über den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus. Hier vertreten Experten die Ansicht, dass Teheran grundsätzlich trotz immenser Finanznot weniger an Transit-Gebühren, als an einer effektiven und international anerkannten Kontrolle der strategisch wichtigen Meeres-Enge interessiert ist.