New York City 04. Nov 2026

Antisemitische Graffiti auf Schulbussen

Ein jüdischer Schulbus in New York.

Fahrzeuge für orthodoxe Schulen in Brooklyn beschmiert.  

Am Montag hat die New Yorker Polizei Ermittlungen wegen Hassverbrechen eingeleitet, nachdem vier Busse für orthodox-jüdische Schulen in Brooklyn mit antisemitischen Graffiti beschmiert worden waren: Neben Hakenkreuzen gehörten dazu die Parolen «USA First», «Free Palestine» und «Fuck Israel». Die Schmierereien wurden am Montagmorgen in Williamsburg entdeckt, Heimat einer der grössten, strenggläubigen Gemeinschaften der USA (Link).

Lokale Medien publizierten die Vandalen-Akte, die rasch weithin Beachtung fanden. Die Polizei sucht nach mindestens einem Mann, der von einer Überwachungskamera in einem schwarzen Kapuzenpullover, einer blauen Baseballkappe und schwarzen Turnschuhen aufgenommen wurde. Bürgermeister Zohran Mamdani erklärte wenig später auf Social Media: «Der antisemitische Vandalismus gegen Schulbusse in South Williamsburg ist abscheulich».

Hassverbrechen gegen Juden und Muslime haben in der Stadt seit dem von der Hamas angeführten Angriff vom 7. Oktober 2023 deutlich zugenommen. Nach Polizeiangaben waren in den ersten neun Monaten dieses Jahres 2026 mehr als die Hälfte der aus Hass motivierten Angriffe in New York City gegen jüdische Einwohner gerichtet. Mamdani kündigte im September einen Plan zur Bekämpfung des zunehmenden Antisemitismus an, der unter anderem Millionen von Dollar für den Kampf gegen Hassverbrechen und die Förderung jüdischer Kulturveranstaltungen vorsieht.

Neben der Polizei sind lokale Shomrin-Bürgerpatrouillen an der Suche nach dem oder den Tatverantwortlichen beteiligt (Link).

Andreas Mink