Swiss passt Flugplan angesichts geschlossener Lufträume an.
Mehrere internationale Airlines umgehen derzeit aus Sicherheitsgründen den Luftraum über dem Iran und angrenzenden Regionen. Hintergrund sind wiederholte Luftsperrungen und stark erhöhte politische Spannungen im Nahen Osten, die den zivilen Flugverkehr empfindlich stören.
Nach einer vorübergehenden Schliessung des iranischen Luftraums am Mittwoch mussten Fluggesellschaften ihre Routen kurzfristig anpassen; der Iran hatte den gesamten zivilen Flugverkehr für mehrere Stunden ausgesetzt, was zu Verspätungen, Reroutings und vereinzelten Streichungen führte.
Die Lufthansa-Gruppe, zu der die Swiss gehört, erklärte, sie werde Flüge über iranischem und irakischem Luftraum „bis auf Weiteres“ meiden und statt dessen alternative Routen nutzen. Betroffen sind vor allem Verbindungen zwischen Europa und dem Nahen Osten, Nordafrika sowie Asien. Zusätzlich setzt der Konzern auf Tagesflüge zu Zielen wie Tel Aviv und Amman, um zu vermeiden, dass Crews über Nacht stationiert sind – ein Zeichen für die anhaltende Unsicherheit in der Region.
Auch andere Carrier haben in den vergangenen Monaten Flüge über Teile des Nahen Ostens reduziert oder umgeleitet, etwa Emirates, Qatar Airways, Turkish Airlines und Air India; die Maßnahmen zielen darauf ab, potenzielle Gefahren durch militärische Eskalationen oder Fehlidentifikation ziviler Luftfahrzeuge zu minimieren.
Die Lage im iranischen Binnenmarkt bleibt volatil: Proteste und politische Unruhen beeinträchtigen nicht nur den zivilen Flugverkehr, sondern haben auch dazu geführt, dass Airlines wie Lufthansa bereits geplante Wiederaufnahmen von Direktverbindungen, etwa nach Teheran, mehrfach verschoben haben.
Fluggäste weltweit werden daher aufgefordert, ihre Buchungen regelmäßig zu prüfen und sich auf mögliche Änderungen bei Routen und Flugzeiten einzustellen. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) und nationale Luftfahrtbehörden halten weiterhin verstärkte Sicherheitswarnungen aufrecht.