Rechtsausleger James Fishback doppelt mit antisemitischen Äusserungen nach.
Als republikanischer Gouverneurs-Kandidat in Florida gescheitert, bleibt James Fishback als scharfer Kritiker Israels ein gefragter Redner. Am Dienstagabend hat der 31-Jährige an der University of Mississippi dabei nachgedoppelt und Abtreibung mit dem Holocaust verglichen – ein vertrautes Klischee christlicher Nationalisten in den USA. Fishback, erinnerte daran, dass das «Combat Antisemitism Movement» bereits im Sommer einen seiner Beiträge auf X, in dem er Abtreibung als Holocaust bezeichnete, als antisemitisch eingestuft hatte. Er sagte dann: «Abtreibung ist ein Holocaust, und nach jedem verfügbaren historischen Massstab schlimmer als der andere.» Dadurch seien seit der Legalisierung durch das Verfassungsgerichts-Urteil im Fall Roe v. Wade 1973 «61 Millionen Kinder im Mutterleib getötet» worden.
Daneben attackierte Fishback erneut Israel: «Es ist an der Zeit, dass Präsident Trump bei Binyamin Netanyahu anruft und die Verbindung kappt. Wir müssen uns von Israel lösen, um Amerika zu retten». Fishback sprach im Rahmen eines Forums der Hochschulgruppe von Turning Point USA, die von dem im Vorjahr ermordeten Charlie Kirk gegründet wurde. Israel habe die USA in den Krieg gegen Iran gezogen und Amerika sei unfähig, Israel «Nein zu sagen». Der Krieg habe die Benzinpreise und die Zinsen Staatsanleihen in die Höhe getrieben.
Gleichzeitig betonte Fishback, keineswegs ein Rassist und Antisemit zu sein: Er verurteile «alle Formen religiösen Hasses». Dessen «virulenteste Form» sei jedoch «Feindseligkeit gegenüber Christen in diesem Land» (Link).