Israel 25. Jun 2026

60 Millionen Dollar für neues Krankenhaus in Sde Dov

Stiftung der Unternehmer-Familie Judisman unterstützt das Reuth-Hospital.  

Laut israelischen Presseberichten stellt die Stiftung der Unternehmer-Familie Judisman der gemeinnützigen Reuth-Vereinigung eine Spende in Höhe von 200 Millionen NIS für den Bau des neuen Rehabilitationskrankenhauses in Sde Dov nördlich von Tel Aviv zur Verfügung. Die neue Klinik soll das bestehende Reuth-Krankenhaus in Yad Eliyahu im Süden der Stadt ersetzen und den Namen (Judisman Rehabilitation Hospital) tragen.

Die Spende ermöglicht die Umsetzung eines auf insgesamt 390 Millionen Dollar (1,4 Milliarden NIS) geschätzten Projektes. Die Reuth-Vereinigung wird das Grundstück in Yad Eliyahu über die Stadtverwaltung von Tel Aviv gegen das Gelände in Sde Dov tauschen; zudem wird die Stadt das Projekt finanziell unterstützen. Das Gesundheitsministerium soll Hunderte Millionen Schekel bereitstellen, während das verbleibende Budget durch weitere Spenden sowie durch gewerbliche Aktivitäten auf dem Klinikgelände gedeckt werden soll.

Die Reuth-Vereinigung betreibt sozialen Wohnungsbau; das Projekt umfasst daher 250 Wohneinheiten sowie anscheinend Geschäfte, eine Filiale einer Krankenkasse, private Arztpraxen, Therapieangebote zur Steigerung der Lebensqualität, einen Parkplatz und einen Inkubator für Rehabilitationstechnologie.

Die Bauarbeiten sollen bis 2032 abgeschlossen sein. Die Kapazität des Krankenhauses unter der Leitung von Dr. Orit Stein Reisner wird von 350 auf 540 Betten erweitert. Im Gegensatz zum derzeitigen Klinikgebäude wird das neue Krankenhaus über Schutzvorkehrungen gegen Luftangriffe verfügen.

Die Familie Jusidman unterstützt regelmässig israelische Projekte und Anliegen wie die Notaufnahme des Beilinson-Krankenhauses, das Yad-Sarah-Gebäude in Be’er Scheva, die Organisation «Educating for Excellence» oder das Notfallzentrum des Kinderdorfs Neve Michael in Pardes Hana. Die aktuelle Spende ist jedoch die höchste bislang. Das 91-jährige Familienoberhaupt Daniel Jusidman hat in Mexiko als Sohn von Immigranten aus der Sowjetunion das vom Vater gegründete Unternehmen Truper übernommen und zu einem führenden Hersteller von Handwerkzeugen für Bau, Heimwerker und Landwirtschaft in der westlichen Hemisphäre ausgebaut. 

Die Reha-Klinik der Reuth-Vereinigung ist auf die Rehabilitation von Unfallopfern sowie auf geriatrische und psychologische Rehabilitation spezialisiert. Auch verwundete IDF-Soldaten werden dort behandelt, wenngleich ihr Anteil an der Gesamtzahl der Patienten gering ist (Link).

Andreas Mink