frankfurt am main 14. Jan 2022

Synagogen und Raum

Die Räume, die wir schaffen, haben eine Bedeutung. Diese Räume sind von Strukturen umgeben. Diese Strukturen haben zweifellos ebenfalls eine Bedeutung. Was wir auf den ersten Blick nicht sehen, ist das Echo derer, die diese Räume bewohnen und nutzen, aber es ist da, es ist spürbar. Laura J. Padgett hat viel Zeit in der Frankfurter Westend-Synagoge verbracht, um solche Resonanzen aufzuzeichnen, um Bilder zwischen Raum, Struktur, Geist und Zeit zu machen. Durch sie erfahren wir, was Resilienz sein kann und wie sie sich in der Gegenwart von kleinen und grossen Dingen manifestiert. Laura J. Padgett (geb. 1958 in Cambridge, USA) erhielt ihren Bachelor of Fine Arts in Malerei am Pratt Institute in Brooklyn, New York. Zwischen 1983 und 1985 setzte sie ihr Studium in Film und Fotografie bei Peter Kubelka und Herbert Schwöbel an der Städelschule fort und erhielt 1994 ihren Magister Artium in Kunstgeschichte und Ästhetik an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Seit den 1990er-Jahren stellt Laura J. Padgett aus. Ihre Werke und Filme wurden u. a. in der Galleria d'Arte Moderna, Bologna, im Fotomuseum Winterthur, im Städel-Museum, Frankfurt, im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, im Centre Georges Pompidou, Paris, im Pharos Centre for Contemporary Art, Nicosia, und im Museum Giersch, Frankfurt am Main, gezeigt. Ab 15. Januar sind Werke von Laura J. Padgett in der Frankfurter Galerie Peter Sillem zu sehen. 
www.galerie-peter-sillem.com
 

Redaktion