Ed Sheeran 25. Sep 2026

Stellungnahme

Ed Sheeran hat sich erstmals ausführlich zum Krieg in Gaza und zur Kontroverse um den Ausschluss des Rappers Macklemore von seiner US-Tour geäussert. Zu Beginn seines Konzerts in Philadelphia am Samstag trat der britische Sänger allein auf die Bühne und erklärte, er habe schwierige Entscheidungen treffen müssen und dabei Fehler gemacht. Dafür entschuldigte er sich bei seinem Publikum. Sheeran bezeichnete den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 und das Massaker beim Nova-Festival als «entsetzlich». Die Ereignisse hätten «Jahrhunderte jüdischen Schmerzes» verstärkt. Zugleich nannte er die Situation im Gazastreifen «katastrophal, nicht zu rechtfertigen und unverhältnismässig» und verwies auf das Ausmass der Zerstörung sowie den Tod von Zivilisten und Kindern. Auch die von ihm als «systemisches Unrecht» bezeichnete Situation im Westjordanland dürfe nicht übersehen werden. Auslöser der Kontroverse war Macklemore, der bei einem Konzert Anfang September «Free Palestine» gerufen und Bilder aus Gaza gezeigt hatte. Nachdem mehrere Veranstaltungsorte mit Konsequenzen gedroht hatten, wurde der Rapper aus dem weiteren Tourprogramm gestrichen. Sheeran erklärte, die Entscheidung sei vom Tourveranstalter getroffen worden. Mehrere weitere Vorgruppen, darunter Finneas, Aaron Rowe, Beoga und Lukas Graham, zogen sich daraufhin aus Solidarität mit Macklemore zurück. Zuvor hatte Sheeran erklärt, seine Konzerte seien kein politisches Forum. In Philadelphia sagte er nun, er sei besorgt darüber, wenn Veranstaltungsorte Inhalte von Künstlern im Voraus kontrollierten. Zugleich wolle er sich weiterhin informieren und mit unterschiedlichen Seiten sprechen. Berichten zufolge sagte Sheeran zwei Millionen Dollar für Hilfsprojekte in der Region zu.

Emily Langloh