Benny Safdie 24. Jul 2026

Agamemnon

Mit seiner Darstellung des Agamemnon in Christopher Nolans Historienepos «The Odyssey» sorgt Benny Safdie derzeit für Aufmerksamkeit. Obwohl der jüdische amerikanische Schauspieler nur wenige Auftritte hat, gilt seine Verkörperung des Königs von Mykene und Oberbefehlshabers der Griechen im Trojanischen Krieg für viele als einer der eindrücklichsten Momente des Films. Vor allem seine körperliche Präsenz und die imposante schwarze Rüstung verleihen der Figur eine bedrohliche Ausstrahlung. Safdie erklärte in einem Interview, die Rolle habe ihn körperlich besonders gefordert. Die schwere Rüstung habe jede Bewegung beeinflusst und verlangt, dass Agamemnon stets kraftvoll und kontrolliert wirke. Selbst das Umdrehen des Körpers müsse entschlossen erfolgen, um Autorität auszustrahlen. Gerade diese physische Präsenz habe die Figur geprägt und sie trotz der begrenzten Leinwandzeit unvergesslich gemacht. «The Odyssey» ist bereits Safdies zweite Zusammenarbeit mit Christopher Nolan. In «Oppenheimer» spielte er den ungarisch-amerikanischen Physiker Edward Teller. Den Regisseur lobte er für dessen Arbeitsweise: Nolan wisse zwar genau, was er erreichen wolle, lasse seinen Schauspielern am Set aber genügend Freiraum für spontane Momente. Safdies Mutter ist aschkenasischer Herkunft, sein Vater hat sephardische Wurzeln. Gemeinsam mit seinem Bruder Josh zählt er zu den erfolgreichsten Filmschaffenden seiner Generation. Das Brüderduo führte bei den vielfach ausgezeichneten Filmen «Good Time» und «Der schwarze Diamant» Regie. Neben seiner Arbeit hinter der Kamera spielte Benny Safdie unter anderem in «Happy Gilmore 2» und der Serie «The Curse».

Emily Langloh