Der israelische Generalstabschef hat die Regierung bereits vor Monaten davor gewarnt, dass die libanesische Hizbollah ihre militärischen Fähigkeiten schneller wiederaufbaut als erwartet. Demnach habe die Armeeführung frühzeitig darauf hingewiesen, dass die vom Iran unterstützte Miliz ihre Waffenarsenale und Infrastruktur zügig regeneriert – trotz israelischer Angriffe und militärischer Gegenmassnahmen. Zwar hätten Operationen in Libanon und darüber hinaus den Wiederaufbau verlangsamt, ihn jedoch nicht entscheidend gestoppt. Die Warnungen des Militärs seien in einer Phase erfolgt, in der Israel seine Strategie der Hizbollah gegenüber noch anpasste. Rückblickend gewinnen sie angesichts der aktuellen Eskalation im Norden zusätzliche Brisanz. Seit Beginn der jüngsten Auseinandersetzungen Anfang März beschiesst die Hizbollah Israel regelmässig mit Raketen, während die israelische Armee ihre Einsätze entlang der libanesischen Grenze und im Süden Libanons deutlich ausgeweitet hat. Die Entwicklungen unterstreichen die anhaltende strategische Herausforderung für Israel: Trotz intensiver militärischer Operationen bleibt die Hizbollah in der Lage, ihre Schlagkraft zu erhalten und teils rasch wiederherzustellen – schneller, als von der politischen Führung offenbar erwartet. Bild: Der Stabschef der israelischen Streitkräfte Eyal Zamir, Premierminister Binyamin Netanyahu und Verteidigungsminister Israel Katz in diesem Monat auf einem Stützpunkt der israelischen Streitkräfte.
Jerusalem
20. Mär 2026
Warnung vor Hizbollah
Redaktion