jerusalem 24. Jun 2022

Bald Uno-Tourismus?

Um auf die Liste der besten und interessantesten Touristen-Dörfer der World Tourism Organization der Uno zu gelangen, müssen die Bewerber einige Kriterien erfüllen: In den Dörfern muss die Ungleichheit bei Einkommen und Entwicklung so weit wie möglich reduziert sein, die ländliche Entvölkerung muss bekämpft werden, die Verbindungsmöglichkeiten ausgebaut, die Biodiversität und das kulturelle Erbe gepflegt und gestärkt werden. Nun hat eine Jury rund um Tourismusminister Yoel Razvozov drei Orte ausgesucht, die in den Wettbewerb der Uno geschickt werden. Die drei Dörfer könnten unterschiedlicher nicht sein: Neot Smadar ist ein Kibbuz in der Arava-Wüste mit rund 200 Bewohnern, es wurde vor 30 Jahren von dem Theaterschriftsteller Yosef Safra gegründet. Augenfällig sind die traditionellen Windtürme, öffentliche Luftkühler quasi, die ohne Elektrizität betrieben werden. Kafr Kama, das neben Kfar Tavor liegt, ist ein tscherkessisches Dorf mit rund 3500 Bewohnern. Das Dorf wurde vor 150 Jahren gegründet, es hat eine wunderschöne Moschee mit einem achteckigen Minarett. Der ältere Teil des Dorfes ist in traditionell tscherkessischem Stil erbaut, mit Höfen, die durch Tore miteinander verbunden sind, als Schutz vor Angriffen. Es gibt auch ein Museum, das die Geschichte und Lebensweise der Tscherkessen vorstellt. Und dann ist da noch der Moschav Zippori. Das wirklich Interessante an dem Ort ist der Zippori National Park, der über antike Wassersysteme verfügt und einige der schönsten Mosaiken des Landes. Am Rande des Moschavs liegt das Grab von Yehuda Nesia, dem Enkel von Rabbi Yehuhda Hanasi, dem Herausgeber der Mischna. 

Redaktion