Er hat Nazis verspottet, den Western auf den Kopf gestellt und mit schrägem Humor Filmgeschichte geschrieben: Am 28. Juni feierte Mel Brooks seinen 100. Geburtstag. Der in Brooklyn als Melvin Kaminsky geborene Sohn jüdischer Einwanderer aus Danzig und Kiew zählt zu den prägenden Komikern des 20. Jahrhunderts. Nach seinem Einsatz im Zweiten Weltkrieg begann seine Karriere in den jüdischen Ferienhotels der Catskills, dem sogenannten Borscht Belt. Dort sprang er zunächst als Musiker für einen erkrankten Komiker ein und entdeckte seine Leidenschaft fürs Lachen. Später bezeichnete Brooks diese Auftritte als die beste Schule für sein komödiantisches Timing. Es folgten Erfolge als Autor für Sid Caesars legendäre Fernsehsendung und später als Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Mit Filmen wie «Frühling für Hitler», «Der wilde wilde Westen», «Frankenstein Junior» und «Spaceballs» schuf Brooks Klassiker, die bis heute Generationen von Zuschauern begeistern. Für «Frühling für Hitler» erhielt er den Oscar für das beste Originaldrehbuch; später wurde auch die Broadway-Musicalfassung zum Welterfolg. Brooks gehört zu dem kleinen Kreis von Künstlern, die einen Emmy, Grammy, Oscar und Tony – den sogenannten EGOT – gewonnen haben. Sein jüdischer Hintergrund prägte sein Werk entscheidend. Immer wieder griff er jüdischen Humor und die Traumata der Schoah auf, nicht zuletzt, indem er Hitler und die Nationalsozialisten mit Satire entzauberte. «Comedy ist das Gegenteil des Todes», sagte Brooks einmal. Auch mit 100 denkt die Hollywood-Legende nicht ans Aufhören: Für 2027 ist mit «Spaceballs: The New One» bereits sein nächstes Filmprojekt angekündigt.
Mel Brooks
03. Jul 2026
Geburtstag
Emily Langloh