Rom 01. Sep 2026

Balzan-Preis 2026 für Jüdischen Studien

Der Internationale Balzan-Preis wird 2026  für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Jüdischen Studien vergeben. Weitere Auszeichnungen gelten der Erforschung digitaler Technologien, biologisch abbaubaren Polymeren und der molekularen Evolution.

Sieben Jahre nach der Vergabe eines Balzan-Preises für Islamwissenschaften rückt die Stiftung 2026 die Jüdischen Studien in den Mittelpunkt. Gewürdigt werden sollen wissenschaftliche Arbeiten über Juden und Judentum in Geschichte und Gegenwart. Das interdisziplinäre Forschungsfeld umfasst unter anderem Geschichte, Religionswissenschaft, Soziologie, Anthropologie, Archäologie, Rechts-, Literatur- und Kunstwissenschaft sowie Linguistik und Philologie.
Ein weiterer Preis wird für die sozialwissenschaftliche Erforschung digitaler Technologien verliehen. Dabei geht es um die Folgen von Internet und Künstlicher Intelligenz für das gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Leben. In den Naturwissenschaften zeichnet die Balzan-Stiftung Forschungen zu biologisch abbaubaren Polymeren aus erneuerbaren Rohstoffen sowie zur molekularen Evolution aus.
Zusätzlich vergibt die Stiftung 2026 den Balzan-Preis für Menschlichkeit, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern. Die Auszeichnung würdigt Personen oder Institutionen für aussergewöhnliche humanitäre Leistungen. Der diesjährige Preisträger soll am 7. September bekannt gegeben werden; die Verleihung findet im November in Rom statt.
Der Friedens- und Menschlichkeitspreis wurde erstmals 1961 an die Nobel-Stiftung vergeben. Zu den späteren Ausgezeichneten gehören Papst Johannes XXIII., Mutter Teresa, das UNO-Flüchtlingshilfswerk, Abbé Pierre und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz.
 

Redaktion