Zürich 08. Sep 2026

GSI sorgt mit KI-Hitler-Video für Kritik

Die Gesellschaft Schweiz-Israel (GSI) sorgt mit einem auf Instagram veröffentlichten KI-Video von Adolf Hitler für Kritik.

In dem Reel ist ein künstlich erzeugter Hitler zu sehen, der sich für die Unterstützung bedankt, die Israel durch seine Feinde erhalte. Die Botschaft: Antisemitische und antiisraelische Äusserungen würden letztlich die Solidarität mit Israel stärken. Nach Kritik löschte die GSI den Beitrag wieder. Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) distanzierte sich von dem Video. Die Darstellung Hitlers in dieser Form sei unangebracht und kontraproduktiv. Gerade angesichts des derzeit hohen Niveaus antisemitischer Vorfälle sei ein leichtfertiger Umgang mit der Symbolik des Nationalsozialismus problematisch. Der SIG, der rund 13'000 Jüdinnen und Juden in 19 Mitgliedgemeinden vertritt, betont seit längerem die Verschärfung der antisemitischen Lage in der Schweiz. Auch innerhalb der GSI stiess das Reel auf Kritik. Die Organisation räumte ein, dass der Beitrag nicht angemessen gewesen sei. Man habe mit satirischen Mitteln auf Antisemitismus aufmerksam machen wollen, die gewählte Umsetzung sei jedoch falsch gewesen. Der Vorfall löste eine Debatte darüber aus, welche Grenzen politische Kommunikation im Umgang mit der Schoah und nationalsozialistischer Symbolik einhalten sollte.

Redaktion