Seit 21 Jahren führt die Zürcher Sektion der Gesellschaft Schweiz-Israel (GSI) während der Sommermonate Standaktionen an der Bahnhofstrasse bei der Pestalozziwiese durch. Auch in diesem Jahr suchten Mitglieder der Organisation dort das Gespräch mit Passantinnen und Passanten. Die aktuelle Situation nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 sowie die nachfolgenden militärischen Auseinandersetzungen in Gaza und im Libanon prägten die Begegnungen. Im Zentrum der Standaktionen standen nach Angaben von Hans Daniel Schürch-Tal, Vizepräsident der GSI-Sektion Zürich, die Solidarität mit Israel und die Vermittlung von Informationen zur aktuellen Situation. Als Grundlage für die Gespräche diente das neue Leitbild der GSI, das an der diesjährigen Delegiertenversammlung in Lugano von den Sektionen verabschiedet worden war. Schürch-Tal berichtet von sehr unterschiedlichen Reaktionen. Bei Auseinandersetzungen mit einzelnen propalästinensischen Besuchern sei es zu Geschrei, Drohungen und Anspucken von Standmitarbeitenden gekommen. Gleichzeitig habe es zahlreiche konstruktive, teilweise auch kritische Gespräche gegeben. Besucher aus verschiedenen Ländern, darunter den USA, Iran und Indien, hätten sich am Stand über Israel und den Nahostkonflikt informiert. Auch Israelis hätten das Gespräch gesucht. Nach Einschätzung Schürch-Tals zeigten die Begegnungen zudem, dass bei manchen Besuchern nur begrenzte Kenntnisse über den israelisch-palästinensischen Konflikt und die Entwicklungen seit dem 7. Oktober 2023 vorhanden seien.
Zürich
25. Sep 2026
Dialog an der Bahnhofstrasse
Emily Langloh