Der rechtsextreme französische Politiker Éric Zemmour hat sich für ein Verbot der Kippa im öffentlichen Raum ausgesprochen.
Eine solche Regelung müsse ebenso für muslimische Kopftücher gelten, erklärte der jüdische Vorsitzende der Partei Reconquête im Sender BFMTV.
Seine Eltern hätten ihn bereits als Kind aufgefordert, die Kippa nach dem Verlassen der Synagoge abzunehmen, sagte Zemmour. Dies entspreche dem französischen Verständnis von Laizität, wonach die Religionszugehörigkeit im öffentlichen Raum diskret bleiben solle. Zugleich räumte er ein, dass Jüdinnen und Juden in Frankreich heute auch aus Angst vor antisemitischen Angriffen kaum noch eine Kippa auf der Strasse trügen.
Zemmour kündigte an, bei der französischen Präsidentschaftswahl 2027 erneut anzutreten. Bei seiner ersten Kandidatur 2022 hatte er gut sieben Prozent der Stimmen erhalten. Vertreter der jüdischen Gemeinschaft werfen ihm vor, mit seiner scharfen Rhetorik gegen Muslime Ressentiments zu schüren und jüdische Anliegen zu beschädigen.