Transaktion im Wert von 110 Milliarden Dollar geniesst Unterstützung aus dem Weissen Haus.
Am Freitag hat das US-Justizministerium die Übernahme des Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance ohne Auflagen wie die Veräusserung von Unternehmenssparten aufgrund kartellrechtlicher Probleme genehmigt. Damit kommt der Nachrichtensender CNN unter Kontrolle von Paramount Skydance. Das von David Ellison geleitete Medienhaus hatte zuvor den Sender CBS übernommen und die dortige Nachrichtenabteilung CBS News durch die Einsetzung von Bari Weiss als Chefredakteurin laut Kritikern und Redaktionsmitgliedern auf einen Trump-freundlichen Kurs gebracht. CNN ist dem Präsidenten seit längerem ein Dorn im Auge. Ellison plant angeblich, Weiss nun auch die Führung von CNN zu übergeben.
Das Ministerium hat nach einer Prüfung der Übernahme zu einem Preis von 110 Milliarden Dollar erklärt, die Fusion werde «voraussichtlich nicht zu einer Beeinträchtigung des Wettbewerbs oder der amerikanischen Verbraucher führen». Dies gelte sowohl für die Bereiche Streaming und lineares Fernsehen als auch für die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Kinofilmen.
Dennoch bleiben Hürden für die Übernahme durch Prüfungen in Grossbritannien und Europa. In den USA bereiten die Generalstaatsanwälte von Kalifornien und New York Berichten zufolge eine Klage zur Verhinderung des Deals vor. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta hat bereits die Einleitung einer Untersuchung des Deals bestätigt, die man «mit Nachdruck vorantreiben» werde (Link).
Paramount hat für 7,7 Milliarden Dollar die Übertragungsrechte für die Kampfsport-Liga «Ultimate Fighting Championship» (UFC) erworben. Damit strahlt Paramount auch «UFC Freedom 250» aus, das Sonntagnacht nach Redaktionsschluss vor dem Weissen Haus zu Ehren des 80. Geburtstags von Trump in einer eigens gebauten Arena stattfinden sollte. Die Kosten des Spektakels lagen bei 60 Millionen Dollar, die von der UFC aufgebracht wurden. Das Unternehmen wird von dem Trump-Freund Dana White geführt, gehört aber zu dem Unterhaltungskonzern William Morris Endeavor (WME, kurz: Endeavor).
Dessen CEO ist der «Super-Agent» Ari Emanuel, der zwar Bruder des demokratischen Politikers und möglichen Präsidentschafts-Bewerbers Rahm Emanuel, aber auch Trump persönlich seit dessen Tagen als Reality-Star bei «The Apprentice» verbunden ist. Emanuel war seinerzeit Trumps Agent und soll weiterhin freundschaftliche Beziehungen mit dem Präsidenten pflegen (Link).