Neue Informationen zu dem Brandanschlag auf die älteste Synagoge in dem Südstaat.
Gestern Montag hat das US-Justizministerium Bundesbeamte den 19-jährigen Stephen Spencer Pittman angeklagt, Beth Israel, die einzige Synagoge in Jackson, Mississippi, in Brand gesetzt zu haben. Laut dem FBI war Pittman von den «jüdischen Verbindungen» des Gebäudes motiviert. Der Brand brach in der Bibliothek von Beth Israel aus und richtete schwere Zerstörungen an. Wie das FBI erklärt, ist das Anwesen «auf unbestimmte Zeit nicht nutzbar».
Der Verdächtige hat der Bundespolizei zufolge gegenüber seinem Vater über den Anschlag gelacht und erklärt, er habe es «endlich geschafft». Zudem habe er Beth Israel als «Synagoge des Satans» bezeichnet. Das Anwesen umfasst mehrere Sektionen und ist zudem Standort der wichtigen, dem jüdischen Leben im amerikanischen Süden gewidmeten, Stiftung und Forschungsstätte Goldring/Woldenberg Institute of Southern Jewish Life (ISJL). Das ISJL bietet zudem Religionsunterricht für 70 jüdische Gemeinden an und vermittelt reisende Rabbiner in die gesamte Region. Die Räume des Instituts wurden nicht beschädigt.
Pittman wurde noch am Samstag verhaftet, nachdem sein Vater das FBI kontaktiert und erklärt hatte, sein Sohn habe den Brandanschlag gestanden. Der Täter soll seinem Vater Textnachrichten über den Brand geschickt haben. Darin hiess es, er habe «einen Volltreffer gelandet» und erfolgreich entsprechende Vorbereitungen getroffen. Bei einem FBI-Verhör sagte Pittman, er habe vor der Tat Benzin für den Anschlag gekauft, das Nummernschild von seinem Auto entfernt, ein Fenster der Synagoge eingeschlagen, das Benzin in das Gebäude gegossen und dann mit einem Feuerzeug entzündet.
Pittmans Vater sagte den Behörden, er habe nach der Tat Verbrennungen an den Knöcheln, Händen und im Gesicht seines Sohnes bemerkt und diesen dann zur Rede gestellt. Der junge Mann habe dann gestanden. Pittman hat zudem sein Handy in der Synagoge zurückgelassen, wo es ebenfalls zerstört wurde (Link).
Weitere Informationen über die Tatmotive dürften in den kommenden Tagen bekannt werden.