Signal gegen Netflix; Dave Ellison klagt gegen Warner-Vorstand.
Nach ersten Sympathie-Bezeugungen für die ihm politisch und als Spender verbundenen David und Larry Ellison bei dem Ringen um die Übernahme von Warner Bros Discovery (WBD) hat Donald Trump seit Wochen dazu geschwiegen. Sonntagnacht griff der US-Präsident auf Social Media erneut in die Debatte um die Zukunft des Medienkonzerns ein zitierte einen Beitrag des Anwalts John M. Pierce vom 12. Dezember mit dem Titel «Stoppt die kulturelle Übernahme durch Netflix».
Der Beitrag fordert eine Intervention von Bundesbehörden gegen die vom Warner-Verwaltungsrat beschlossene Annahme eines Übernahme-Gebotes von Netflix aus kartellrechtlichen Gründen. Zudem bedrohe eine solche Fusion «die Meinungsfreiheit und den kulturellen Pluralismus Amerikas.» Pierce hat Teilnehmer des Putschversuches am 6. Januar 2021 vertreten. Er wirft Netflix «ideologischen Aktivismus» auf der politischen Linken vor (Link).
Am Montag hat David Ellison als CEO des Medienkonzerns in einem Brief an die WBD-Aktionäre erklärt, sein Unternehmen habe in Delaware Klage gegen WBD eingereicht, um eine umfassendere Offenlegung der Finanzdaten des Netflix-Deals zu erreichen. Darüber hinaus kündigte Ellison an, sein Unternehmen plane, eigene Kandidaten für den WBD-Vorstand zu nominieren, die seiner Meinung nach gegen den Deal mit Netflix stimmen würden.
Der WBD-Vorstand hatte ein neues Übernahme-Angebot von Paramount in der vergangenen Woche trotz einer persönliche Garantie des Oracle-Gründers Larry Ellison für rund 45 Milliarden Dollar an dem Gebot von insgesamt 108 Milliarden Dollar abgelehnt (Link).