KI-generierte Propaganda schürt Konflikt.
Den Revolutionsgarden nahestehende Medien und der TV-Kanal «Channel 3» im Iran nehmen ein weiteres Familienmitglied von Donald Trump ins Visier. Dies mit einem KI-generierten Propaganda-Video, das eine mögliche Liquidierung von Barron Trump mit erfundenen Details schildert.
Im Juli hatten Regime-Propagandisten auf diese Tour das Video «Wie man Melania Trump tötet» lanciert und dabei mutmassliche Aufenthaltsorte der First-Lady wie ihre Lieblings-Boutiquen ins Spiel gebracht. Das Video war mit einer Drohung gegen den jüngsten Sohn des Präsidenten ausgeklungen: «Dies ist erst der Anfang. Barron Trump, warte auf uns.»
Nun ist ein ähnlicher «Report» über angebliche Gewohnheiten und Aufenthaltsorte des 20-Jährigen aufgetaucht. Das Video enthält KI-generierte Aufnahmen von Barron Trump in einem Arsenal-Trikot mit dem Logo «Fly Emirates!» – ein Hinweis auf die Rolle der VAE als Verbündete Trumps und Israels – und beim Gamen an einer Xbox, sowie Szenen mit ihm im New Yorker Trump Tower.
Diese «Daten» stammen laut dem Video von einem «Mädchen», das mit Barron Trump gesprochen habe, nachdem es «die strengsten Sicherheitsprotokolle des US Secret Service» umgangen und die Informationen an die Verfasser des Berichts weitergegeben habe. Zudem tritt in dem Video ein enger Freund des jüngeren Trump auf: der 19-jährige «MAGA-Influencer» Bo Loudon.
Dem Bericht zufolge hat die Islamische Republik ein Kopfgeld in Höhe von 10 Millionen Dollar auf den Präsidenten-Sohn ausgesetzt.
Die Propaganda kommt fast ein halbes Jahr nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran und während einer momentan vorwiegend verbalen Eskalation mit US-Drohungen über einen «wirtschaftlichen D-Day» durch neue Sanktionen. Mohsen Rezai, der Leiter des iranischen Nationalen Sicherheitsrats, hat derweil am Wochenende die «Ausweitung von Angriffen auf US-Unternehmen im Umfeld des Iran und anderswo» angekündigt (Link).