Trumps Kandidat für den Fed-Vorsitz ist Schwiegersohn von Ronald Lauder.
Am Freitag hat Donald Trump den Investment-Berater Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank nominiert. Warsh war bereits 2006-2011 im Gouverneursrat der Federal Reserve und ist zuletzt durch scharfe Kritik der Fed unter Jerome Powell aufgetreten. Obwohl er in seiner Zeit an der Fed gegen Zins-Senkungen argumentiert hatte, plädierte Warsh nun für deutlichere Reduktionen und dazu einen massiven Verkauf von Hypotheken-Anleihen im Fed-Portfolio, um Verbrauchern bessere Kredit-Möglichkeite zu gewähren.
Zu reden gibt auch das Privatleben von Warsh. Der 55-Jährige ist jüdischer Herkunft und war zuletzt Gastwissenschaftler an der Hoover Institution der Stanford University und im Family Office des Hedgefonds-Managers Stanley Druckenmiller. Warsh ist zudem seit 2002 mit Jane Lauder verheiratet, die er während beider Studien an der Stanford University (und vor seinem Abschluss an der Harvard Law School) kennen gelernt hatte. Lauder ist Tochter von Ronald Lauder, Enkelin von Estée Lauder und in der Führung des Kosmetik-Konzerns tätig (Link).
Die Verbindung zu Lauder wird von Trump-Gegnern hervorgehoben, die Lauder als Urheber der Annexions-Bestrebungen des Präsidenten in Richtung Grönland bezeichnen (Link). Demnach sei Lauder nicht allein ein wichtiger Spender Trumps, mit den er seit Studienzeiten befreundet sei, sondern habe bereits in der ersten Amtszeit des Präsidenten erhebliche Investitionen in Bodenschätzen auf Grönland unternommen. Lauder soll zudem in Lithium-Minen in der Ukraine investiert haben. Trump hatte den Zugriff für amerikanische Investoren auf dortige Bodenschätze als Gegenleistung für Waffenhilfen gefordert
Ein Bericht des «Guardian» liefert dazu Details, lässt aber offen, wie genau Lauder von einer allfälligen Übernahme oder Ankaufs der weltgrössten Insel durch die USA profitieren würde. Obendrein bleibt bei Kommentaren unklar, was Warsh mit Lauder, Grönland und Trump zu tun hat. (Link).