Hollywood 14. Jun 2026

Solide Zahlen für Spielberg

Emily Blunt als Wettermoderatorin in einer Szene aus «Disclosure Day».

Das UFO-Opus «Disclosure Day» spielt am Startwochenende weltweit geschätzt 94 Millionen Dollar an.

Die Kasseneinnahmen reichen nicht an einen «Indiana Jones»- oder «Jurassic Park»-Film heran, aber bei Universal Pictures dürften die Zahlen für das Startwochenende von «Disclosure Day» doch Erleichterung auslösen. Steven Spielberg hat mit 80 – und über ein halbes Jahrhundert, nachdem er mit «Jaws» die moderne Blockbuster-Ära eingeläutet hat – gezeigt, dass er spektakuläres Kino-Entertainment weiterhin meisterhaft beherrscht. 

Mit einem Budget von 115 Millionen Dollar und Werbekosten für rund 75-100 Millionen Dollar benötigt das UFO-Opus laut Branchenkennern Einnahmen von rund 300 Millionen Dollar für einen Break Even. In den USA nahm «Disclosure Day» 44 Millionen Dollar ein und damit deutlich weniger als Spielbergs vorheriger Science-Fiction «Ready Player One» im Jahr 2018 mit mit 53,7 Millionen Dollar und global 583,5 Millionen Dollar. «Disclosure Day» hat weltweit bislang 94 Millionen Dollar eingespielt.

Positiv für Spielberg ist zudem, dass seine letzten Werke, das autobiographische «The Fabelmans» (2022) und seine Adaption der «West Side Story» (2021), trotz guter Kritiken kommerzielle Flops waren. 

Dennoch wird Spielbergs Comeback von «Obsession» überschattet, dem zweiten Film des 26-jährigen Youtubers Curry Barker. Der Psycho-Horror-Streifen hat mit einem Budget von 750.000 Dollar bereits über 260 Millionen Dollar weltweit eingespielt, davon rund 190 Millionen in den USA.

Daneben hat der 20-jährige Kane Parsons mit seinem Horror-Debüt «Backrooms» bei einem Budget von immerhin zehn Millionen Dollar nach drei Wochen 160 Millionen Dollar in den USA eingenommen (Link). 

Andreas Mink