Die San Diego Jewish Academy hatte sich jahrelang auf die Weltmeisterschaft vorbereitet.
Die San Diego Jewish Academy (Link) hat seit Jahren auf das grosse Ereignis hingearbeitet. Wie von JTA vermeldet, konnte die Tagesschule mit 500 Zöglingen ohnehin einen erstklassigen Fussballplatz bieten und hat das Feld und sonstige Anlagen für die Fussball-WM noch weiter verbessert. Die FIFA hat das Gelände deshalb nach gründlicher Prüfung als Basislager für eine Nationalmannschaft zugelassen – das Interesse einer der teilnehmenden Mannschaften vorausgesetzt.
Ein Blick auf die qualifizierten Nationen warf laut Adam Benmoise von der SDJA jedoch Zweifel an den Mühen auf: «Katar, Ägypten, Jordanien, der Iran hätten sich nicht unbedingt für die Jewish Academy entschieden.» Doch dann kam ein Signal aus der Schweiz – und deren Team trainiert seit dem 2. Juni an der jüdischen Schule. Die SDJA bietet über den Trainingsplatz hinaus eine Sporthalle, ein Medienzentrum und Büroräume, sowie bei Bedarf eine Synagoge. Die SDJA erhält dafür laut Benmoise eine «grosszügige Bezahlung» und ist natürlich auch direkt mit dem grössten Sportereignis der Welt verbunden.
Benmoise ist lebenslanger Fussballfan und zudem beauftragt, zusätzliche Einnahmequellen für die Schule zu erschliessen. Die exzellente Qualität des SDJA-Platzes – echter Rasen statt Kunstrasen –, brachte ihn vor vier Jahren auf den Gedanken, die Anlage einer WM-Mannschaft anzubieten. Das Spielfeld wurde bereits für Trainingseinheiten während des internationalen «Gold Cups» genutzt, anschliessend von der Major League Soccer, sowie von europäischen Vereinen und den amerikanischen Nationalmannschaften der Männer und Frauen. Die begeisterten Rückmeldungen der Teams über den Campus weckten das Interesse der FIFA. Der Verband unterzog die SDJA einer gründlichen Prüfung für de Aufnahme in deren offiziellen Katalog für WM-Spielorte.
Als Reaktion darauf vergrösserte die Schule mit Spendengeldern die Spielfläche erheblich und mietete ein etwa 420 Quadratmeter grosses Zelt mit Fliesenboden für einen Fitnessbereich direkt neben dem Spielfeld. Die Kosten für diese temporäre Konstruktion übernimmt das Schweizer Team. Benmoise hofft, dass die Schule die Trainingsgeräte behalten darf.
Mannschaftssprecher Sergio Affuso teilte der Nachrichtenagentur mit, man sei «sehr zufrieden» mit dem Basislager und hocherfreut über die begeisterte Aufnahme. Zwei an Journalismus interessierte SDJA-Schüler kommen zudem in den Genuss eines besonderen Vorteils: Der Schweizer Verband hat sie für die Dauer des Aufenthalts in San Diego als Medienpraktikanten engagiert (Link).