Iran-Krieg 25. Aug 2026

Saudi-Arabien erwägt Stütze für Lloyd´s

Schiffe auf der Strasse von Hormus.

Kreative Ideen für Hormus-Krise.  

Wie zuerst von der «Financial Times» vermeldet, erwägt Saudi-Arabien die Einführung eines neuen, staatlich gestützten Versicherungsprogramms für Schiffe in der Region. Damit will das Ölkönigreich der Seefahrts-Versicherung Lloyd´s of London Anreize und Stützen gewährleisten, um den Schiffsverkehr durch die Strassen von Hormus und am Ausgang des Roten Meers aufrechtzuerhalten. Laut dem Bericht, soll das Vorhaben einen günstigeren Versicherungsschutz für Schiffe anbieten, die den Persischen Golf oder das Rote Meer durchqueren. Erwogen werden eine gewerbliche Deckung von bis zu 700 Millionen Rial (186 Millionen Dollar) je Tanker sowie eine zusätzliche Absicherung durch die Saudi Export-Import Bank.

Auch andere saudi-arabische Versicherer und internationale Unternehmen könnten in das Programm einbezogen werden. Die Gespräche stehen anscheinend noch in einem frühen Stadium und ein Erfolg ist ungewiss. 

Jedenfalls setzt die Idee an einem kritischen Punkt an, während die Trump-Regierung nun unter dem Motto eines «wirtschaftlichen D-Day» die anhin schärfsten Sanktionen gegen Iran und dessen Handelspartner ankündigt: Denn das Zögern von Reedereien oder staatlichen Ölkonzernen, Tanker durch die Meerengen von Hormus oder Bab-el Mandeb zu senden, hängt weniger von dem Risiko tatsächlicher Attacken Irans ab, als von hohen Versicherungsraten oder eine Verweigerung einer Absicherung durch Lloyd´s. Betroffen sind natürlich auch andere Exporte und Importe von Autos und Maschinen bis hin zu Lebensmitteln und Agrarerzeugnissen (Link).
 

Andreas Mink