Bericht der «Financial Times».
Wie zuerst am Dienstag von der «Financial Times» in Berufung auf westliche Regierungsunterlagen berichtet, unterstützt Russland seit 2023 heimlich die iranische Raketen-Rüstung. Das Programm mit dem Codenamen C430L soll Raketen mit leistungsfähigen Staustrahltriebwerken entwickeln, die zur Zerstörung von Flugzeugträger der US-Marine im Nahen Osten fähig sein sollen. Zentral bei diesen Anstrengungen sei die Entwicklung eines gegenüber auf Gasturbinen basierenden Antrieben simpleren Triebwerks, das iranischen Raketen mehrfache Überschallgeschwindigkeit ermöglichen soll.
Derart schnelle und noch dazu tiefer fliegende Raketen würden der westlichen Luftverteidigung weniger Reaktionszeit lassen. Westliche Geheimdienste vermuten, dass die Weitergabe fortschrittlicher Raketentechnologie an Iran nur auf Zustimmung der Kreml-Führung möglich ist und gehen dabei von einem Technologieaustausch aus: Die Islamische Republik unterstützt die russische Drohnen-Entwicklung und Moskau liefert Gegenleistungen bei der iranische Raketen-Entwicklung. Dazu kommt laut dem Bericht eine bereits bestehende e Zusammenarbeit der Nachrichtendienste.
Die Vorbereitungen für die Zusammenarbeit sollen bereits vor dessen Unterzeichnung im November 2023 – also nur einen Monat nach demTerrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober – angelaufen sein. Die Kooperation soll auch im laufenden Krieg nach den israelisch-amerikanischen Angriffen weiterlaufen.
Angeblich strebt der Iran die Entwicklung eines Staustrahltriebwerks mindestens seit 2019 an, als der damalige oberste Führer Ali Khamenei bei der Besichtigung von Entwicklungsstandorten gesehen wurde. Iranische Medien berichteten im August 2023 von Tests mit Prototypen derartiger Triebwerke (Link).