ISRAEL-GAZA 10. Jul 2018

Netanyahu droht mit Stopp des kommerziellen Verkehrs

Israels Regierung will den Feuerregen aus Gaza nicht länger hinnehmen. Sie droht unter anderem mit dem Stop des Warenverkehrs.

Wegen des seit Wochen nicht enden wollenden Regens von palästinensischen Feuerbomben auf Israels Süden drohte am Montag Premierminister Binyamin Netanyahu mit der Schliessung der Grenzpassage Kerem Shalom in den Gazastreifen. «In Übereinstimmung mit dem Verteidigungsminister werden wir mit harter Hand vorgehen gegen das Hamas-Regime im Streifen», sagte Netanyahu. Die Schliessung der Passage sei nicht der einzige Schritt, den Israel zu tun gedenke, um die drohenden Gefahren zu bewältigen, sagte Netanyahu vor den Likud-Abgeordneten, ohne allerdings in Einzelheiten zu gehen. «Was Gaza betrifft, habe ich Ihnen bereits gesagt, dass ich nicht beabsichtige, alle unsere geplanten Schritte bekanntzugeben.» Bezüglich anderer Massnahmen werde er keine Details bekanntgeben. Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat nach eigenen Angaben die Anweisung gegeben, an allen Grenzübergängen zu Gaza striktere Massnahmen zu ergreifen. Ziemlich abgeschirmt von den Medien bemühen sich dieser Tage auch Vermittler aus Qatar um eine Deeskalation zwischen Israel und der Hamas.

Jacques Ungar