Mutmasslich israelische Siedler haben in einem Dorf im besetzten Westjordanland eine Moschee in Brand gesetzt.
Einer der Slogans wandte sich an den US-Botschafter Mike Huckabee: "Grüsse von den Terroristen". Der eigentlich siedlerfreundliche Huckabee hatte angesichts von Angriffen auf palästinensische Familien im Westjordanland zuletzt von "israelischen Terroristen" gesprochen.
Bei der Attacke auf die Moschee in dem Ort Basaria warfen die Angreifer nach palästinensischen Berichten über Nacht brennbares Material durch ein Fenster. Es sei Sachschaden entstanden. Nach palästinensischen Medienberichten gab es seit Jahresbeginn mehr als zehn solcher Anschläge auf Moscheen im Westjordanland.
Die Streitkräfte teilten auf Anfrage mit, Soldaten seien nach Berichten über den Anschlag nach Basaria entsandt worden. Die Tatverdächtigen seien aber bereits entkommen. Ermittlungen seien aufgenommen worden. Das Militär verurteile Vandalismus dieser Art gegen religiöse Stätten aufs Schärfste.
Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg noch einmal verschärft. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden im Westjordanland seitdem mehr als 1100 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Auseinandersetzungen und eigenen Anschlägen getötet. Aber auch die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser hat stark zugenommen. Dem israelischen Militär wird dabei immer wieder vorgeworfen, nicht entschlossen genug gegen solche Angriffe vorzugehen. Es mehren sich auch Warnungen, die Siedlergewalt könnte einen neuen Palästinenseraufstand auslösen.