New York 09. Apr 2026

Long-Island-Ort muss 19 Millionen zahlen

Das Gebäude von Chabad in Roslyn/Old Westbury. (Google Street View)  

Ein Chabad-Zentrum wurde jahrelang blockiert.   

Ein Gericht in den USA hat eine Gemeinde auf Long Island zur Zahlung von 19 Millionen Dollar an ein Chabad-Zentrum verurteilt, nachdem lokale Behörden über Jahre hinweg den Bau einer Synagoge blockiert hatten. Der Rechtsstreit dauerte fast zwei Jahrzehnte. 
Rabbi Aaron Konikov und die Organisation Lubavitch of Old Westbury hatten die Gemeinde Old Westbury bereits 2008 verklagt. Hintergrund war eine 2001 erlassene Verordnung, nach der Gotteshäuser nur auf Grundstücken von mindestens zwölf Acres gebaut werden durften. Konikov verfügte jedoch lediglich über neun Acres Land, auf dem er eine neue Synagoge errichten wollte. 
Ein Bundesrichter erklärte die Regelung im vergangenen Oktober für verfassungswidrig, da sie die freie Religionsausübung diskriminiere. In einem nun bestätigten Vergleich verpflichtete sich die Gemeinde, den Klägern 19 Millionen Dollar zu zahlen. Das Geld soll von den Versicherern der Kommune übernommen werden. 
Der Anwalt des Rabbiners sprach von einem „langen Kampf“ um religiöse Rechte. Nach mehr als drei Jahrzehnten Bemühungen könne nun endlich mit dem Bau der Synagoge begonnen werden. Die Pläne sehen ein Gebäude mit rund 20’000 Quadratfuss Fläche sowie einen Parkplatz vor. (
Der Vergleich gilt als bedeutender juristischer Erfolg für Einrichtungen der Chabad-Lubavitch movement, deren Zentren in den USA immer wieder auf lokale Widerstände bei Bauprojekten stossen. 
 

Redaktion