Kiew 26. Jul 2026

Laura Loomer entschuldigt sich in Kiew 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf sich am 24. Juli 2026 in Kiew mit der MAGA-Provokateurin Laura Loomer, nachdem Loomer ihre Haltung geändert und ihre Unterstützung für den…

Frühere Angriffe auf Juden und Ukraine kommen wieder auf.

Die enge Trump-Vertraute und MAGA-Influencerin Laura Loomer hat bei einem Besuch in der Ukraine überraschend einen Kurswechsel vollzogen. Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie dem Oberrabbiner Mosche Asman entschuldigte sich die jüdische Aktivistin öffentlich für frühere Äusserungen, in denen sie die Ukraine als von «Nazis» beherrscht bezeichnet und Selenskyj als «selbsthassenden Nazi-Juden» diffamiert hatte. 

Loomer erklärte, sie habe russische Propaganda übernommen und ihre Aussagen seien falsch gewesen. Während ihres Aufenthalts erlebte sie einen russischen Luftalarm und schrieb anschliessend, sie habe erstmals verstanden, was die ukrainische Bevölkerung täglich durchmache. Zugleich rief sie konservative Kreise in den USA dazu auf, russische Desinformation zurückzuweisen. 

Im Interview mit Selenskyj sprach Loomer auch über dessen jüdische Identität sowie den Kampf der Ukraine gegen Antisemitismus. Das Treffen gilt als bemerkenswert, weil Loomer innerhalb der MAGA-Bewegung grossen Einfluss besitzt und bislang zu den lautstärksten Gegnerinnen der amerikanischen Unterstützung für die Ukraine gehörte. US-Präsident Donald Trump lobte das Interview anschliessend öffentlich. 

Beobachter sehen in Loomers Kehrtwende ein mögliches Signal für eine breitere Debatte innerhalb des Trump-Lagers über den Ukrainekrieg. Ukrainische Regierungsvertreter werteten ihren Besuch als Beleg dafür, dass die direkte Konfrontation mit den Folgen des russischen Angriffskriegs bisherige Narrative verändern könne. 

Redaktion