USA – Politik 03. Jun 2026

Iran-Krieg wird zu «politischer Belastung»

Ashley Hinson

Äusserungen einer republikanischen Senats-Kandidatin.  

Wie exklusiv von «Politico» vermeldet, hat die republikanische Kongressabgeordnete Ashley Hinson bei einem Event für ihre Bewerbung um einen Senatssitz in Iowa eine Ansicht ausgesprochen, die vermutlich quer durch ihre Partei geteilt – aber aus Rücksicht auf den Präsidenten selten ausgesprochen wird. Dem Medium liegt eine Audioaufnahme aus der vergangenen Woche vor, wo Hinson erklärt, der Krieg gegen den Iran würde zu einer «politischen Belastung» werden, sollte der Konflikt noch wesentlich länger andauern.

Anscheinend handelt es sich bei dem Anlass um ein Gespräch mit einer kleinen Gruppe von Teilnehmenden an einer Wahlveranstaltung. Hinson ist zu hören, wie sie eine Frage nach den laufenden Verhandlungen mit Teheran sagt, sie würde sich da auf Präsidenten und dessen Team verlassen. Sie setzt aber angeblich hinzu: «Ich hoffe sehr, dass wir die Sache in den nächsten paar Wochen abschliessen können. Sollte es sich darüber hinaus in die Länge ziehen, wird dies auch für uns zu einer politischen Belastung.»

Als Begründung führt die 42-Jährige angeblich an: «Wir haben bereits Soldaten aus Iowa verloren. Seit Dezember habe ich vier Beerdigungen besucht; es ist furchtbar.» Die Äusserungen sind umso erstaunlicher, als Trump sie im letzten Jahr persönlich als Senatskandidatin empfohlen hat. Hinson hat sich im Kongress als loyale Verbündete Trumps positioniert und wiederholt gegen eine Begrenzung der militärischen Machtbefugnisse des Präsidenten gestimmt (Link).

Andreas Mink