MEXIKO 05. Dez 2018

ID-System für Asylanten erinnert an Nazi-Methoden

Mexikanische Migranten an der Grenze zu den USA.

Potentielle Migranten erhalten Ordnungsnummer auftätowiert.

Mexikanische Migranten, die auf ihre Einreiseerlaubnis in die USA warten, bekommen eine Ordnungsnummer permanent auf ihre Arme tätowiert. Das erinnert an den Holocaust, als KZ-Insassen ebenfalls mit Nummern tätowiert wurden. Zwar ist nicht genau bekannt, wann und wo in Mexiko mit der Nummerierungspraxis begonnen wurde, doch an einem Tor zum Eintritt in die USA in El Paso, Texas, ist die Praxis für Asylanten zur Gewohnheit geworden. Auch Kinder sind nicht ausgenommen von ihr. Grupos Beta, der humanitäre Zweig der mexikanischen Bundes-Immigrationsagentur, deren Mission darin besteht, Migranten Assistenz und Hilfe zu offerieren, benutzt eine Liste dieser Ordnungsnummern, die ihnen helfe soll, sich um die Migranten zu kümmern. An der Grenze zu Tijuana, Mexiko, warten dem Vernehmen nach über 6000 Menschen auf die Asylgewährung durch die USA. Die meisten dieser Leute sind auf der Flucht vor der Gewalt in Zentralamerika.

Redaktion