50 Millionen Dollar auch für Betriebskosten.
Angesichts steigender Kosten für Personal, Versicherung, Instandhaltung und Verpflegung hatten jüdische Ferienlager trotz wachsender Teilnehmerzahlen in diesem Sommer zunehmend Schwierigkeiten, kostendeckend zu arbeiten. Bereits auf die Unterstützung dieser für Familien wichtigen Einrichtungen spezialisiert, reagiert die Harold Grinspoon Foundation nun mit der Verdoppelung ihrer laufenden «Matching Grant»-Initiative zur Verdreifachung eingeworbener Spenden auf 50 Millionen Dollar. Damit sollen Lager zusätzlich bei der Modernisierung überalterter Anlagen, der Bildung von Stiftungskapital und der finanziellen Unterstützung für Teilnehmer unterstützt werden.
Die HGF-Initiative «Forward Together» fördert seit 2023 mehr als 100 gemeinnützige jüdische Ferienlager, die überdies mit dem HGF-Programm «JCamp 180» kooperieren. Insgesamt will HGF durch eigene und die Anregung zusätzlicher Spenden 200 Millionen Dollar mobilisieren.
Laut einer im vergangenen Jahr von der «Foundation for Jewish Camp» durchgeführten Erhebung sind jüdische Sommer-Camps beliebter denn je. Zwei Drittel der mit JCamp 180 verbundenen Lager arbeiten an der Schwelle zur Kostendeckung (mit einer Marge von lediglich 3 Prozent). «Forward Together» kann bereits auf 10‘000 Geldgeber zählen, darunter viele, die ihre Spenden heuer aufgestockt haben.
Die Höhe der für das jeweilige Lager vorgesehenen Fördermittel richtet sich nach dessen Grösse und reichten bislang von 4000 Dollar bis zu 100‘000 Dollar für grosse Einrichtungen wie Camp Ramah California. Dort ging eine floss in die allgemeinen Betriebskosten, die andere in die Instandhaltung der Anlagen. Geschäftsführer Rabbiner Joe Menashe erklärte «EJewishPhilantropy»: «Es gibt im ganzen Land kein jüdisches Non-Profit-Camp, das nicht auf zweckungebundene Mittel angewiesen wäre, um den Haushalt zu decken. Die Teilnahmegebühren allein reichen dafür nicht aus» (Link).