Verschiedene jüdische Geschäfte von Aufständischen attakckiert.
Bei den Ausschreitungen in Frankreich am Wochenende sind auch Geschäfte jüdischer Eigentümer beschädigt worden. Nach einem Bericht der «Jerusalem Post» betrifft dies unter anderem Marseille. Hinweise darauf, dass die Geschäfte wegen der jüdischen Identität ihrer Besitzer ausgewählt wurden, liegen dem Bericht zufolge bislang nicht vor. Die jüdische Sicherheitsorganisation SPCJ rief dazu auf, keine unbestätigten Angaben über antisemitische Tatmotive zu verbreiten. Bruno Benjamin, Präsident des jüdischen Dachverbands CRIF Marseille-Provence, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur JNS ebenfalls, Juden seien bei der aktuellen Gewaltwelle in Marseille offenbar nicht gezielt angegriffen worden. Unterdessen wurde in einem provisorischen Synagogenraum im 19. Pariser Arrondissement ein mutmasslicher Diebstahlsversuch entdeckt. Schränke waren durchwühlt und Gegenstände auf dem Boden verstreut worden; die Torarollen blieben unversehrt. CRIF-Geschäftsführer Robert Ejnes sagte, bislang gebe es keine Hinweise auf einen antisemitischen Angriff. Ob der Vorfall mit den Ausschreitungen zusammenhängt, ist ebenfalls ungeklärt.