Trump verärgert über Eskalation zwischen Israel und Iran.
US-Präsident Donald Trump hat sich besorgt über die erneute militärische Eskalation zwischen Israel und Iran geäussert. In einem Interview mit Fox News erklärte Trump, er habe erwartet, dass bis spätestens Mitte der Woche ein Abkommen über eine Waffenruhe oder zumindest eine Verständigung mit Iran zustande kommen würde. «Ich hätte gesagt, dass ein Deal am Montag, Dienstag oder Mittwoch unterschrieben worden wäre – und nun passiert das», sagte Trump mit Blick auf den iranischen Raketenbeschuss auf Israel.
Der Präsident zeigte sich insbesondere über einen israelischen Luftangriff auf Beirut am Sonntag verärgert. Die Attacke sei nicht mit Washington abgestimmt gewesen. «Ich bin darüber nicht glücklich», sagte Trump. Die israelische Aktion habe die ohnehin schwierige Lage zusätzlich verschärft und könne die laufenden diplomatischen Bemühungen beeinträchtigen.
Besonders kritisch bewertete Trump den iranischen Raketenangriff auf Israel, der als erster direkter Beschuss seit der im April vereinbarten Waffenruhe gilt. Dieser werde die Verhandlungen «ganz sicher nicht erleichtern». Gleichzeitig betonte er, die Vereinigten Staaten beobachteten die Situation genau. Das US-Militär befinde sich «in Alarmbereitschaft», um auf eine weitere Verschlechterung der Lage reagieren zu können.
Die Äusserungen verdeutlichen die wachsenden Spannungen zwischen Washington und Jerusalem. Während die Trump-Regierung weiterhin auf eine diplomatische Lösung mit Teheran hinarbeitet, sorgt die jüngste militärische Dynamik für Zweifel, ob eine Annäherung kurzfristig möglich bleibt. Beobachter werten Trumps ungewöhnlich offene Kritik an Israel als Zeichen dafür, dass die US-Regierung eine unkontrollierte Eskalation im Nahen Osten unbedingt verhindern will.
Nach Angaben amerikanischer Medien waren zuletzt Fortschritte in indirekten Gesprächen zwischen den USA und Iran über das Atomprogramm und regionale Sicherheitsfragen erzielt worden. Die jüngsten Angriffe drohen diese Bemühungen nun zu gefährden. Gleichzeitig wächst in Washington die Sorge, dass eine weitere Eskalation zwischen Israel, Iran und deren Verbündeten die gesamte Region erneut an den Rand eines grösseren Krieges bringen könnte.