New York 09. Aug 2026

Cornell-Projekt finanziert trotz Technion-Verbindung

Die Vorsitzende des New Yorker Stadtrats, Julie Menin (Bild), und weitere Amtsträger kündigten am Mittwoch eine Investition von 250'000 US-Dollar in eine Initiative von Cornell Tech an,

Die Stadt New York stellt 250'000 Dollar für ein Forschungsprojekt von Cornell Tech bereit, obwohl der Technologie-Campus eng mit dem israelischen Technion in Haifa verbunden ist.

Die Finanzierung ist politisch bemerkenswert, weil Bürgermeister Zohran Mamdani in der Vergangenheit einen Boykott von Cornell Tech wegen dieser Partnerschaft ins Spiel gebracht hatte. 

Die Mittel wurden von der Vorsitzenden des New Yorker Stadtrats, Julie Menin, und weiteren Ratsmitgliedern bewilligt. Finanziert wird das «Generative Canopy Project» des Urban Tech Hub am Jacobs Technion-Cornell Institute auf Roosevelt Island. Mit künstlicher Intelligenz, Luftbildern, Daten des städtischen Baumkatasters und Klimaprognosen sollen Strategien entwickelt werden, um insbesondere in benachteiligten Quartieren mehr Bäume zu pflanzen und die Folgen extremer Hitze zu reduzieren. Das Projekt startet in Brooklyn, Queens und der Bronx. 

Brisant ist die Finanzierung vor allem vor dem Hintergrund von Mamdanis Haltung zu Israel. Noch vor seiner Wahl zum Bürgermeister hatte der BDS-Unterstützer die Verbindung zwischen Cornell und dem Technion kritisiert und öffentliche Subventionen für das gemeinsame Projekt thematisiert. Später rückte er von einem konkreten Boykott von Cornell Tech ab. 

Cornell Tech entstand aus einer Initiative des damaligen Bürgermeisters Michael Bloomberg. 2011 setzte sich die gemeinsame Bewerbung von Cornell University und Technion für den Aufbau eines Technologiecampus durch; New York stellte dafür Land auf Roosevelt Island sowie rund 100 Millionen Dollar bereit. Der Campus wurde 2017 eröffnet. Die nun bewilligten Gelder unterstreichen, dass die Stadt die institutionelle Zusammenarbeit trotz der politischen Kontroversen um Israel weiter unterstützt. 

Redaktion