USA 01. Feb 2026

30 Kampfhubschrauber an Israel

Ein israelischer Apache-Hubschrauber in der Negev-Wüste im Süden Israels, 2013.  

Das US-Aussenministerium hat am Freitag den geplanten Verkauf von 30 Apache-Kampfhubschraubern im Wert von rund 3,8 Milliarden US-Dollar an Israel bestätigt. 

Der Rüstungsdeal ist Teil eines größeren Pakets amerikanischer Militärverkäufe an israelische Streitkräfte im Umfang von etwa 6,7 Milliarden Dollar, das auch tausende gepanzerte Fahrzeuge und weitere Ausrüstung umfasst. 

In einer Mitteilung des State Department hiess es, die Ausrüstung solle Israels Fähigkeit stärken, aktuellen und künftigen Bedrohungen zu begegnen und seine «schlagfertige Selbstverteidigungsfähigkeit» zu erhalten. Die Apache-Hubschrauber, die unter anderem mit Raketen und fortschrittlicher Zieltechnik ausgerüstet sind, gelten als Rückgrat moderner Luftkriegsführung. 

Die Entscheidung fällt in eine Phase andauernder Spannungen im Nahen Osten, in der die USA zugleich an einem Friedensplan für den Gazastreifen arbeiten und über eine mögliche Eskalation des Konflikts mit dem Iran beraten. Die Genehmigung der Verkäufe wurde dem US-Kongress mitgeteilt, der 15 bis 30 Tage Zeit hat, Einwände zu erheben – ein Schritt, der in der Praxis aber selten zum Scheitern von Rüstungsgeschäften führt. 

Kritiker sehen in dem Deal eine weitere Verstärkung militärischer Bindungen zwischen Washington und Tel Aviv, während Menschenrechtsgruppen und Teile der internationalen Gemeinschaft wiederholt vor der Lieferung offensiver Waffensysteme in Konfliktregionen gewarnt haben.

Redaktion