Jason Alexander 15. Okt 2026

Vielseitig

Mit George Costanza in der Kultserie «Seinfeld» wurde Jason Alexander weltberühmt. Fast drei Jahrzehnte nach dem Ende der Serie ist der jüdische US-Schauspieler weiterhin aktiv und spricht zunehmend auch öffentlich über seine jüdische Identität. Nun gehört der 67-Jährige zur Besetzung einer ungewöhnlichen Filmproduktion: der Pessach-Horrorkomödie «Doom Scroll». Darin wird der Sederabend einer jüdischen Familie von Eindringlingen gestört. Ein Student muss seine Angehörigen beschützen, während ein alter Mythos bedrohliche Wirklichkeit wird. Neben Alexander spielen unter anderem Josh Radnor, David Mazouz und die israelische Schauspielerin Inbar Lavi mit. Die Dreharbeiten auf den Kanarischen Inseln sind abgeschlossen, ein Starttermin steht noch nicht fest. Alexander, der eigentlich Jay Scott Greenspan heisst, ist weit mehr als der neurotische George aus «Seinfeld». Der Schauspieler und Regisseur gewann bereits 1989 einen Tony Award für das Musical «Jerome Robbins’ Broadway». Im Sommer 2026 trat er in Chicago mit einem Bühnenprogramm auf, in dem er über seine Karriere sprach und auch sang. Auch sein Judentum beschäftigt ihn öffentlich. Im Podcast «Being Jewish» sprach Alexander 2025 über die Bedeutung jüdischer Identität, die Folgen des 7. Oktober und sein Engagement für Israel. Er unterstützt seit Langem jüdische Organisationen, darunter Magen David Adom und die Anti-Defamation League. Jüdischsein beschrieb er als einen Teil seiner Persönlichkeit, den er nicht ablegen könne. Mit «Doom Scroll» kehrt diese Identität nun auch auf die Leinwand zurück, diesmal mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor.

Emily Langloh