Mit der fünften Staffel von «Fauda» kehrt einer der grössten internationalen Erfolge des israelischen Fernsehens zurück, und für Hauptdarsteller und Mitentwickler Lior Raz markiert die neue Staffel einen Wendepunkt. Die Serie, die gerade in Israel gestartet ist, wurde nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 grundlegend neu geschrieben. Das ursprüngliche Drehbuch wurde verworfen, weil die Realität die geplante Handlung überholt hatte. Raz erklärte, er und Mitautor Avi Issacharoff hätten sich nicht vorstellen können, eine neue Staffel zu produzieren, ohne die Ereignisse des 7. Oktober und deren Folgen ins Zentrum zu stellen. Die neuen Folgen beschäftigen sich mit Trauma, Rache, Verlust und den Folgen in einem Land im Krieg. «Es gibt keine Happy Ends mehr», sagte Raz. Der in Maale Adumim aufgewachsene Raz, der selbst in einer israelischen Spezialeinheit diente, verarbeitet in «Fauda» seit Jahren eigene Erfahrungen. Die Serie wurde 2015 erstmals ausgestrahlt und entwickelte sich durch Netflix zu einem weltweiten Erfolg. Heute zählt sie zu den bekanntesten israelischen Produktionen überhaupt. Auch die Dreharbeiten zur neuen Staffel wurden von aktuellen Ereignissen überschattet. Während der Produktion begann der Krieg mit dem Iran. Die französische Schauspielerin Mélanie Laurent, die neu zur Besetzung gehört, sass damals in Israel fest und lebte mehrere Wochen bei Raz und seiner Familie. Gemeinsam erlebten sie Raketenalarme und Nächte im Schutzraum. Bei einem Auftritt in New York bezeichnete Raz «Fauda» kürzlich als «beste Öffentlichkeitsarbeit für Israel». Die Serie werde längst nicht mehr nur von jüdischen Zuschauern gesehen und habe Fans von Indien bis Brasilien.
Lior Raz
05. Jun 2026
Rückkehr
Emily Langloh